Was willst du noch tun, bevor du stirbst?
Diese Frage klingt morbide. Sie ist es nicht. Sie ist die ehrlichste Frage, die man sich stellen kann. Denn sie zwingt zur Priorität. Sie lässt das Unwichtige fallen und fragt nach dem Kern.
Ich habe meine Bucket List nie aufgeschrieben. Immer gedacht: das kommt noch, das hat Zeit, dafür bin ich noch nicht alt genug, dafür brauche ich erst mehr Geld, mehr Ruhe, mehr Zeit. Und dann kam 2010, und ich hatte auf einmal nichts mehr außer Zeit – und realisierte, dass ich keine Liste hatte.
Also fing ich an, eine zu machen. Nicht mit großen Abenteuern, die ich nie umsetzen würde. Sondern mit Dingen, die wirklich zählen. Menschen, die ich wiedersehen will. Orte, die ich spüren möchte. Erfahrungen, die ich machen will, solange ich kann.
Eine Bucket List ist keine To-do-Liste für den Tod. Sie ist ein Kompass für das Leben. Sie sagt nicht: Das musst du noch schnell erledigen. Sie sagt: Das ist dir wirklich wichtig. Danach ausrichten.
Was steht auf deiner Liste? Und – wann fängst du an?
Ich fange heute an.
Danke fürs Zuhören, Jue
Kürzlich kam mir ein Gedanke: Dort wo es eine „Bucket List“ gibt, sollte es auch eine „Fuck it List“ geben. Nicht nur weil es sich reimt, sondern weil’s schlau ist, auch Dinge aus seinem Leben rauszuschmeißen.